Schleswig-Holstein

Das nördlichste deutsche Bundesland mit der Hauptstadt Kiel trägt den Beinamen „Land zwischen den Meeren“, da es das einzige Land ist, das Küsten von Nord-und Ostsee zu bieten hat. 1946 wurde Schleswig-Holstein gegründet und gilt seitdem, bezogen auf die Fläche, als das zweitkleinste aller Bundesländer.

Im Norden bildet die Grenze Schleswig-Holsteins die Grenze der Bundesrepublik zu Dänemark. Außer der berühmten Küstenlandschaft gibt es hier auch das Hügelland und das Wattenmeer, welches eine landschaftliche Besonderheit und ein sogenanntes Naturschauspiel darstellt. Die nordfriesischen Inseln wiederum und auch die Halligen sind ebenfalls einmalig in Deutschland und das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer ist der größte Nationalpark ganz Mitteleuropas. Es gibt im Bundesland fast 200 Naturschutzgebiete und weit über 200 Landschaftsschutzgebiete. Die Besiedelung Schleswig-Holsteins ist eher dünn und dicht besiedelt ist lediglich das Hamburgische Umland.

In Schleswig-Holstein sind dänische und friesische Minderheiten vertreten, denn bis zum Jahre 1920 gab es völkerrechtliche Auseinandersetzungen mit Dänemark. Die Pläne, dass Schleswig-Holstein ein unabhängiger Staat werden sollte, konnten des Weiteren ebenfalls nie umgesetzt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Schleswig-Holstein Hauptsiedlungsgebiet für viele Vertriebene aus Ostpreußen und Pommern. Das Land ist seither überwiegend protestantisch geprägt. Es gibt dennoch viele katholische Kirchen, evangelische Freikirchen, wie die Baptistengemeinden, und auch die Neuapostolische Kirche. Rund 2000 Einwohner sind Mitglieder jüdischer Gemeinden und circa 25.000 Schleswig-Holsteiner sind Anhänger des Islam.

Da Schleswig-Holstein nur zwei Großstädte hat, Kiel und Lübeck, arbeiten verhältnismäßig viele Einwohner nach wie vor in der Landwirtschaft. Eine große Anzahl Menschen arbeitet jedoch auch im Bereich Tourismus und neuerdings für die Windenergie. Auch der Seehandel im Ostseeraum bekommt wieder mehr Bedeutung. Rund ein Viertel aller deutschen Reedereien sind in Schleswig-Holstein angesiedelt, ebenso zwei Drittel der gesamten deutschen Fischereiflotte. Im Tourismus sind rund 80.000 Einwohner beschäftigt, die einen Umsatz von rund 5 Milliarden Euro erwirtschaften. Die nordfriesischen Inseln wie Sylt erfreuen sich größter Beliebtheit und auch Ostseebäder wie Timmendorfer Strand und Glücksburg haben eine wachsende Bedeutung für den Tourismus.

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